Werner Kuhn - Europaabgeordneter - EVP - Fraktion

Neue EU-Standards für mehr Sicherheit
14.03.2014

Europas Straßen sollen sicherer werden, ohne dass dies zu einer Mehrbelastung für deutsche Autofahrer führt. Das Europäische Parlament verabschiedete heute zwei neue EU-Richtlinien zu Hauptuntersuchungen für Kraftfahrzeuge und Unterwegskontrollen für Nutzfahrzeuge. „Für deutsche Autofahrer ändert sich nichts, aber wir exportieren die deutschen Sicherheitsstandards nach ganz Europa“, sagten die Europaabgeordneten Werner Kuhn (CDU) und Markus Ferber (CSU). Kuhn ist Berichterstatter des Europaparlaments zu den Hauptuntersuchungen und Ferber ist für die EVP-Fraktion für die Neuregelung der LKW-Kontrollen zuständig.

Es bleibt beim gegenwärtig in Deutschland geltenden Prüfintervall für die Hauptuntersuchungen (HU) von Pkw, Lkw und Motorrädern. "Deutsche Autofahrer müssen wie bisher auch nach einem Neuwagenkauf nach drei Jahren zur HU und danach alle zwei Jahre. Jährliche Prüfungen konnten wir verhindern; sie kosten den Autofahrer nur Zeit und Geld, bringen aber keinen Mehrwert für die Sicherheit", so Kuhn und Ferber.

Die Anforderungen an mobile Kontrollen von LKW werden verschärft. Diese Unterwegskontrollen sollen künftig nach einheitlichen Standards und europaweit durchgeführt werden. "Für Deutschland als wichtigstes europäisches Transitland bedeutet dies mehr Verkehrssicherheit. Wir wollen, dass auch andere EU-Staaten Lastwagen streng kontrollieren. Die Suche nach abgefahrenen Reifen oder zu schwachen Bremsen gehört deshalb künftig zum europaweiten Kontrollstandard", sagten Kuhn und Ferber. "Zudem werden europaweit einheitliche Normen für die Ladungssicherung festgelegt, die bei den Mobilkontrollen geprüft werden. Rutschende Ladung, die im Ernstfall sogar auf die Straße fallen kann, soll so verhindert werden."

Über die beiden EU-Richtlinien gibt es bereits eine Einigung mit den Mitgliedstaaten. Die neuen Vorschriften gelten ab Frühjahr 2018. Für eine verpflichtende HU für Motorräder, die es in Deutschland längst gibt, müssen alle EU-Staaten bis spätestens 2022 sorgen.


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