Werner Kuhn - Europaabgeordneter - EVP - Fraktion

Erleichterung für Küstenfischer in Sicht

Werner Kuhn beim Fischfang © EK

09.10.2014

Brüssel. Die Europäische Kommission hat in dieser Woche erstmals im Rahmen der neuen Gemeinsamen Fischereipolitik einen mehrjährigen Fischereiwirtschaftsplan für die Ostsee vorgeschlagen, der für Dorsch-, Herings- und Sprottenbestände gilt. Darüber informierte Werner Kuhn, stellvertretender Vorsitzender des Fischereiausschusses im Europäischen Parlament. "Es ist der erste echte Bewirtschaftungsplan für gemischte Fischereien über mehrere Jahre." Den Fischern würde der Plan endlich Kalkulierbarkeit ihrer Erträge und somit Planungssicherkeit bringen, so Kuhn. "Die großen Sprünge in den jährlichen Fangquoten, wie es sie in der Vergangenheit beim Dorsch und Hering gegeben hat, werden vermieden. Die Kommission schlägt auf Basis wissenschaftlicher Gutachten Korridore für die Fangmengen vor, so dass es nur geringe Schwankungen geben wird." Auch die vorgeschriebenen Seetage, an denen bislang nur gefangen werden darf, sind vom Tisch, so Werner Kuhn. "Wir haben einige Jahre um diesen Plan gerungen und begrüßen den Vorschlag außerordentlich." Es gelte die Pflicht zur Anlandung aller Dorsch-, Herings-, Sprotten- und Schollenfänge, so Kuhn, außer in den Fällen, in denen es nachweislich hohe Überlebensraten gibt, wie bei der Reusen und Korbfischerei.

Für die Fischer bedeutet er klarere und einfachere Vorschriften. Da der Plan für mehrere Fischereien gilt, wird sichergestellt, dass die Bestandsbewirtschaftung auf den aktuellsten wissenschaftlichen Erkenntnissen über die Wechselwirkungen innerhalb und zwischen diesen Beständen sowie mit anderen Ökosystem- und Umweltfaktoren beruht.

Der Mehrjahresplan verfolgt eine langfristige Strategie bei der Bewirtschaftung von Fischbeständen. Über den Plan wird nun mit dem Europäischen Parlament und dem Rat weiter beraten, betont Werner Kuhn. Er hebt hervor, dass er sich mit Fischern und ihren Verbänden über den Planentwurf konsultieren und in Brüssel dann dafür einsetzen wird, dass die Interessen des Fischereiberufsstandes berücksichtigt werden.


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