Werner Kuhn - Europaabgeordneter - EVP - Fraktion

Fischer können nicht für Fehler der Forschung bestraft werden
14.10.2014

Brüssel. Entwarnung für Mecklenburg-Vorpommerns Fischer: Die Dorschquote 2015 wird nicht, wie von ICES und europäischer Kommission vorgeschlagen, um 48 Prozent gekürzt, sondern in der westlichen Ostsee lediglich um 6,7 Prozent. Darauf hätten sich am späten Vorabend die zuständigen Agrarminister der Mitgliedsländer geeinigt, teilt Werner Kuhn, stellvertretender Vorsitzender des Fischereiausschusses des europäischen Parlaments, am 14.10.2014 in Brüssel mit. Werner Kuhn: "Es ist nicht einzusehen, dass die Fischer für Fehlleistungen der Forschung bestraft werden." Jahrelange schwerwiegende wissenschaftliche Fehler bei der Altersbestimmung, die die Dorsche älter und schwerer gemacht hätten, sollten 2015 mit einer um nahezu 50 Prozent gekürzten Fangquote korrigiert werden. "Das haben die EU-Minister abgelehnt", so Kuhn. Die Fischer hätten schon länger offen geäußert, dass der Dorsch im schlechten Zustand sei und von "Dreikantfeilen" gesprochen. "Das zeigt, dass die Fischereiforschung enger mit den Praktikern zusammenarbeiten muss", betont Kuhn.


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