Werner Kuhn - Europaabgeordneter - EVP - Fraktion

Werner Kuhn wurde aktiver EU-Beobachter im Regionalen Beirat Ostsee

Werner Kuhn hatte am 3.11.2014 Bundesfischereiminster Christian Schmidt nach Freest eingeladen, um gemeinsam mit den Fischern aktuelle Probleme aus dem Ostsee-Fischereiwirtschaftsplan der EU zu diskutieren. © Evelyn Koepke

29.10.2014

Brüssel/ Ribnitz-Damgarten. Werner Kuhn, Europaabgeordneter aus MV und stellvertretender Vorsitzender des Fischereiausschusses des Europaparlaments,  wurde auf dessen Sitzung Ende Oktober benannt, als so genannter aktiver Beobachter des Europäischen Parlaments und der EU-Kommission an allen Sitzungen des Regionalen Beirates Ostsee (RAC Ostsee) teilzunehmen. Diese Beiräte (RAC - Regional Advisory Council) gibt es für jedes Seegebiet der EU und sie setzen sich aus Vertretern des Berufsstandes, der Fischer, Angler, Schiffseigner, Fischereiverarbeitungsbetriebe, Händler und Umweltschutzorganisationen zusammen. Zusätzlich nehmen Vertreter nationaler und regionaler Verwaltungen, die in dem Meeresgebiet Fischereiinteressen haben, sowie Wissenschaftler aus nationalen und internationalen Fischereiforschungseinrichtungen an den Beiratssitzungen als so genannte aktive Beobachter teil.

Die Beiräte unterbreiten der EU-Kommission und den EU-Ländern Empfehlungen zum Fischereimanagement und spielen so im europäischen Gesetzgebungsprozess zum Ostsee-Fischereiwirtschaftsplan eine wichtige Rolle.

Der Ostsee-Fischereiwirtschaftsplan, der Anfang Oktober von der Europäischen Kommission als Entwurf vorgelegt wurde, verfolgt eine langfristige Strategie bei der Bewirtschaftung von Fischbeständen. Darüber wird nun zunächst im Europäischen Parlament weiter beraten, teilt Werner Kuhn mit. Die Fraktion der Europäischen Volkspartei (EVP) hat nunmehr den Auftrag erhalten, sich mit dem Kommissionsvorschlag  für Mehrjahrespläne auseinanderzusetzen und einen Bericht für das Parlament zu erarbeiten. Werner Kuhn hatte angekündigt, dass er mit den Fischern in Mecklenburg und Vorpommern sowie  ihren Verbänden den Ostsee-Fischereiwirtschaftsplan der Europäischen Kommission  diskutieren und sich in Brüssel dann dafür einsetzen will, dass die Interessen des Fischereiberufsstandes berücksichtigt werden. Kuhn schätzt, dass die Stellungnahme der EVP zum Kommissionsentwurf im kommenden Frühsommer dem Parlament vorgestellt werden kann. Danach muss das Papier noch vom Europäischen Rat gebilligt werden, bevor es Gesetzeskraft erlangen kann.


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