Werner Kuhn - Europaabgeordneter - EVP - Fraktion

25 Jahre Mauerfall war Thema in Dierhagen

Die Lions aus Ribnitz-Damgarten: Mittendrin Werner Kuhn und Friedhelm Ost. © EK

15.11.2014

Dierhagen. Friedhelm Ost, Zeuge jüngster deutscher Geschichte, befand sich 1989 als Presseamtschef an der Seite von Bundeskanzler Helmut Kohl.  Am Donnerstag, 13.11., sprach er im Dierhäger Strandhotel mit Mitgliedern des Lions Club Ribnitz-Damgarten über seine Erlebnisse vor 25 Jahren.

Mit Werner Kuhn aus Zingst verbindet ihn eine lange deutsch-deutsche Freundschaft, betont er. "Der Aufbau Ost ist nur durch die Unterstützung der EU gelungen und die deutsche Einigung wurde nur gemeinsam mit unseren europäischen Nachbarn möglich." Deshalb sind aktive Abgeordnete wie Kuhn im Europaparlament so wichtig für M-V,  die darum ringen, dass der deutsche Nordosten im Focus europäischer Unterstützung bleibt. Die Mauer wurde von den Menschen im Osten mit Kerzen und Gebeten eingerissen,  hebt Ost hervor und erinnert, dass auch Werner Kuhn im Oktober '89 bei Friedensgebeten in der Barther Kirche  zum friedlichen Widerstand aufgerufen hatte. "Ich habe größte Bewunderung für die Menschen aus der DDR: Dass sie diesen grundlegenden Wandel bewältigt und in den Köpfen die Weichen neu gestellt haben, war ihre größte Leistung", erinnert er an die vielen tausend Mittelständler, die sich in einem neuen Wirtschaftsystem wiederfanden. Kuhn hatte den Beruf verlassen und politische Verantwortung übernommen. Ost, von 1990 bis 2002 Mitglied des Bundestages, sagt: "Das Berufsrisiko ist nirgendwo so groß, wie bei einem Abgeordneten - er kann nach vier Jahren abgewählt werden."

Der ehemalige Berater von Helmut Kohl appellierte, dass die Menschen aus Ost und West stärker aufeinander zugehen: "Wir sind das Volk, hieß es 1989. Aber was für ein Volk wollen wir in zehn oder 20 Jahren sein, welchen Weg wollen wir für unsere Nachfahren einschlagen? Frieden und Freiheit sind ohne europäische Integration undenkbar."


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