Werner Kuhn - Europaabgeordneter - EVP - Fraktion

Studien zum transeuropäischen Verkehrsnetz veröffentlicht

© E. Koepke

08.03.2015

Brüssel. Das Transportvolumen auf den Verkehrstrassen zwischen dem Norden und dem Süden Europas zu Wasser, zu Lande und in der Luft wird sich bis 2030 nahezu verdoppeln, informierte Werner Kuhn, Stellvertreter im Ausschuss für Verkehr und Fremdenverkehr des Europäischen Parlaments, am 1.3.2015.

Jetzt hat die Europäische Kommission die Studien zu den neun Korridoren des transeuropäischen Verkehrskernnetzes bis 2030 veröffentlicht, teilt Werner Kuhn mit. Die Studien geben den aktuellen Stand wieder und legen dar, wo und in welchen Größenordnungen investiert werden muss. Auf Basis dieser Studien erstellen jetzt die europäischen Koordinatoren der jeweiligen Korridore Arbeitspläne, die dem Rat, der Kommission und dem Europäischen Parlament im Frühjahr 2015 vorgelegt werden sollen.

Danach stehen nach den Worten von Werner Kuhn im laufenden Finanzierungszeitraum 2014 bis 2020 für die Verkehrsinfrastruktur insgesamt 14,9 Mrd. € (plus 11,3 Mrd. € ausschließlich für Empfängerländer des Kohäsionsfonds - wie z.B. M-V) zur Verfügung. Nationale Studien werden bei allen Verkehrsträgern mit 50 Prozent gefördert, Verkehrsmanagementsysteme, neue Technologien und Innovationen mit 20 Prozent. Für Bauprojekte sind die Fördersätze dagegen unterschiedlich. Die höchsten Zuschüssen sind im Bereich Wasserstraße und Schiene (bis zu 40 Prozent) möglich.

2013 war der Ausbau des transeuropäischen Verkehrsnetzes beschlossen worden, das aus einem Flickenteppich ein echtes Netzwerk entstehen lassen soll. Bis 2030 wird das Kernnetz ausgebaut sein, 2050 ist das gesamte Verkehrsnetz vollendet.

Deutschland ist durch die folgenden sechs Korridore direkt betroffen:

  1. Nord-Ostsee-Korridor (Frankfurt/Oder, Berlin, Hamburg, Magdeburg, Braunschweig, Hannover, Bremerhaven/Wilhelmshaven, Osnabrück, Köln)
  2. Korridor Orient-östliches Mittelmeer (Hamburg, Berlin, Rostock, Dresden, Bremerhaven/Wilhelmshaven, Magdeburg)
  3. Skandinavien-Mittelmeer Korridor (Hamburg, Hannover, Bremen, Nürnberg, Rostock, Berlin, Leipzig, München)
  4. Rhein-Alpen-Korridor (Karlsruhe, Mannheim, Mainz, Koblenz, Köln, Düsseldorf, Duisburg)
  5. Atlantik-Korridor (Mannheim)
  6. Rhein-Donau-Korridor (Stuttgart, München, Mannheim, Frankfurt, Würzburg, Nürnberg, Regensburg, Passau)

Mecklenburg-Vorpommern tangiert der Korridor eins; die Korridore zwei und drei betreffen die Trassen zwischen Berlin und Rostock. Koordinator für Korridor 2 ist der Belgier Matthieu Grosch, Korridor 3 koordiniert der Ire Pat Cox.


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