Werner Kuhn - Europaabgeordneter - EVP - Fraktion

Werner Kuhn unterstützt informelles Forum für Angelfischerei im EU-Parlament
09.03.2015

Straßburg. Ein informelles Forum für die Probleme von Freizeitfischerei und Gewässerumwelt will sich Ende Mai 2015 im Umfeld des Europäischen Parlaments gründen. Werner Kuhn, stellvertretender Vorsitzender im Fischereiausschuss des Europäischen Parlaments, bekräftigte seine aktive Unterstützung.

Das Forum will mit Unterstützung der Europäischen Angler Allianz (EAA) und der Europäischen Angelgerätehandel Vereinigung (EFFTA) Belange  der Freizeitfischerei im Zusammenhang mit der gemeinsamen Fischereipolitik und der Europäischen Wasserrahmenrichtlinie diskutieren. Die EFTTA ist der Fachverband für die Hersteller und Großhändler von Sportfischereigeräten. Der Europäische Anglerverband EAA ist die gesamteuropäische Organisation für Freizeitangeln, die die Interessen der drei Millionen Mitglieder aus 17 europäischen Ländern vertritt.

Insgesamt gibt es in der EU ca. 25 Mio. Angler die jährlich mit Sportfischereigeräten  einen Gesamtumsatz von 25 Mrd. Euro europaweit generieren

Kuhn hatte in einem Gespräch mit Prof. Dr. Karl-Heinz Brillowski, Präsident des Landesanglerverbandes M-V, sowie dessen Geschäftsführer, Axel Pipping, im vergangenen Herbst hervorgehoben, dass er den Aufbau einer interfraktionellen Gruppe Angelfischerei aktiv unterstützen wolle. Kuhn informiert, dass im September 2014 in Brüssel eine neue Regelung zur Gründung von so genannten Intergroups verabschiedet worden war. Intergroups (dt.: Interfraktionelle Arbeitsgruppen) sind informelle Arbeitsgruppen im Europäischen Parlament. Sie werden von Abgeordneten fraktions- und parteiübergreifend zu einer bestimmten Thematik gebildet - sind jedoch keine Organe des Parlaments und können auch nicht in dessen Namen sprechen. Die Gründung einer Intergroup musste von mindestens drei Fraktionen unterstützt werden.

Danach wurden Anträge für die Bildung dieser interfraktionelle Arbeitsgruppen eingereicht und Mitte Dezember waren von der Konferenz der Präsidenten die in dieser Wahlperiode des Parlaments zu gründenden 29 Intergroups verabschiedet worden - darunter eine zur "Biologischen Vielfalt, dem ländlichem Raum, der Jagd und Freizeitfischerei". 

Wie eine Sprecherin des Europäischen Anglerverband jetzt mitteilte, sei ursprüngliche Absicht die Gründung einer von anderen Interessengruppen unabhängigen Intergroup "Freizeitfischerei und Meeresumwelt" gewesen. Stattdessen fanden sich die Angler nach dem Votum der Konferenz der Präsidenten nun in einer Arbeitsgruppe gemeinsam mit den Bereichen Biodiversität, ländlichen Räumen und Jagdverbänden verflochten. Die Stimmen der Vertreter der Freizeitfischerei drohten in dieser großen Gruppe unterzugehen. "Nach Abstimmung mit dem Sekretariat der Intergroup Biologische Vielfalt, ländlicher Raum und Jagd entschieden EEA und EFFTA, sich aus der Intergroup zu verabschieden, die Unabhängigkeit fortzusetzen und als inoffizielle Gruppe das informelle Forum zu gründen", so die EEA-Sprecherin. Sie fügte hinzu, dass in einer großen Gruppe eine effektive Zusammenarbeit beispielsweise beim Thema Kormoran kaum möglich gewesen wäre.

Werner Kuhn betont: "Die Sport- und Freizeitangler sind eine große Gruppe, die beim Schutz der natürlichen Ressourcen an der Seite der Binnen- sowie der Kutter- und Küstenfischer stehen. Sie leisten außerdem einen wesentlichen Beitrag zum Tourismus in Mecklenburg-Vorpommern. Ich stehe für das Forum als Ansprechpartner zur Verfügung."


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