Werner Kuhn - Europaabgeordneter - EVP - Fraktion

Schule vermittelt Weltsicht und internationales Flair

In der Sporthalle werden gemeinsame Tänze (Bildmitte: Werner Kuhn) probiert. © EK

28.04.2015

Hagenow. Ein buntes Gewimmel von Sprachen und Hautfarben herrscht an diesem Freitag in der Sporthalle der Evangelischen Schule "Dr. Eckart Schwerin" in Hagenow: gerade soll die Gruppe der italienischen Schüler und Lehrer verabschiedet werden, die neben jungen Leuten aus Portugal, England, der Türkei, Französisch Martinique und Hagenow in der Woche vom 20. bis zum 24. April verschiedene Projekte in Workshops bearbeitet haben. Das wohl wichtigste ist ein gemeinsamer Film, der entstehen soll und nicht nur in Hagenow, sondern an allen Partnerschulen gedreht werden wird. Indem die Kinder die ideale Schule suchen, lernen sie die Partnerschulen kennen und erfahren zugleich, wie man ein Filmprojekt angeht. Natürlich wird auch bei der Verabschiedung in der Sporthalle gefilmt und einige Abschiedstränen werden eingefangen. Ebenso ein expressiver Tanz, bei dem sich sogar die Gäste Kuhn und Speßhardt versuchen. Dietmar Speßhardt gehört übrigens zu den Gründern der Evangelischen Schule und eines seiner Kinder zum ersten Jahrgang.

Möglich wird diese Kooperation durch das Programm Erasmus+ der Europäischen Union, in dem die früheren EU-Programme für lebenslanges Lernen, Jugend und Sport sowie die europäischen Kooperationsprogramme im Hochschulbereich zusammengefasst. Erasmus+ ist mit einem Budget in Höhe von rund 14,8 Mrd. Euro ausgestattet. Mehr als vier Millionen Menschen werden bis 2020 von den EU-Mitteln profitieren, in Hagenow wird es die Evangelische Schule „Dr. Eckart Schwerin“ sein. Dort hat man sich erfolgreich durch den Antragsdschungel geschlagen und ist nun die koordinierende Schule für das Projekt, in dem es um einen Film geht.

Die Projektleiterinnen Jane Thorun sowie Maria Pinto Pereira berichten dass die nächste Reise nach England führen soll. Maria Pinto Pereira erzählt, dass ihr Weg sie aus ihrem Heimatland Portugal über verschiedene EU-Programme über Spanien nach Mecklenburg-Vorpommern geführt habe und die Liebe habe sie hier stranden lassen. Wie sie selbst durch die internationale Erfahrung geprägt habe, so wünscht sie das auch ihren Schülern. Durch Weltsicht, sagt sie, lernt man auch seine Heimat schätzen.

Innerhalb der nächsten drei Jahre werden sich die Schulen aus Hagenow, Portugal, Italien, England, der Türkei und Französisch Martinique gegenseitig besuchen und sich auf diese Weise näher kennenlernen. Die Kinder haben viel erlebt, ob Paddeltour oder Rockballett in Schwerin, alles hat sie näher gebracht. Werner Kuhn betont, für wie wichtig das Miteinander verschiedener Kulturen Europas hält: "Es dient der Vermittlung unserer Werte."


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