Werner Kuhn - Europaabgeordneter - EVP - Fraktion

Werner Kuhn: Mögliches Verbot der Aalfischerei bedroht Binnenfischer
24.04.2013

 

Hamburg. Werner Kuhn (CDU/EVP), Mitglied im Fischereiausschuss des  Europäischen Parlaments, wendet sich massiv gegen Vorschläge, die ein vollständiges Fang- und Handelsverbot des europäischen Aals innerhalb des europäischen Binnenmarktes zur Folge haben. Das erklärte der Parlamentarier aus Mecklenburg-Vorpommern am 25. April 2013 auf der Internationalen Aal-Konferenz des Deutschen Fischerei-Verbandes in Hamburg. Dabei bezieht er sich auf  den Berichtsentwurf der schwedischen Grünen-Abgeordneten im Europäischen Parlament, Isabella Lövin, vom März dieses Jahres, der bei Fischern, Verbänden und in der Fischwirtschaft für Aufregung gesorgt hatte. "Die Forderungen nach einem möglichen Verbot der Aal-Fischerei gehen eindeutig zu weit und gefährden die Existenz der Aalfischer ", hatte Kuhn bereits im Fischereiausschuss  betont.
Ziel seien Maßnahmen zur Wiederauffüllung des Bestands des europäischen Aals, hebt Kuhn hervor und verweist auf ein umfangreiches Pilotprojekt im Einzugsbereich der Elbe, das bereits vor 2010 mit wissenschaftlicher Begleitung des Instituts für Binnenfischerei Potsdam-Sacrow gestartet ist. Seit 2006 haben allein Brandenburger Fischer ungefähr 20 Millionen Aale in der Havel ausgesetzt.  Seit März 2009 ist der Schutz des Aals in der Europäischen Artenschutz Verordnung (338/97) festgeschrieben. Für den Aalhandel bedeutet das, dass bis 2013 immerhin 60 Prozent der an den europäischen Küsten angelandeten Glasaale (Jungtiere) ausschließlich für Besatzzwecke zur Verfügung stehen müssen. Diese werden in Fließgewässern ausgesetzt, wo sie weiter heranwachsen können. Weiterhin werden alle Fischereibetriebe registriert, die gewerblichen Aalfang betreiben. Alle Handelswege müssen zur Nachverfolgbarkeit genauestens protokolliert werden (Aufzeichnungs- und Buchführungspflicht).
In Mecklenburg-Vorpommern werden 80 Prozent der  Kosten für die Jungfische vom Land getragen. Von 2009 bis 2012 wurden in MV 2,25 Millionen Euro für den Aalbesatz und 1,77 Millionen Euro für das Aalmanagement aus Landesmitteln sowie dem Europäischen Fischereifonds gezahlt. "Mecklenburg-Vorpommern hat sich entschieden, den Höchstsatz  für die Kofinanzierung  auszugeben", betont Kuhn. In Niedersachsen beträgt die Höhe der Aal-Förderung bis zu 60 Prozent der Nettokosten. 
75 Prozent der Glasaale, die von Menschen gefangen werden und für die Aufzucht von Jungfischen eingesetzt werden, kommen aus dem Golf von Biskaya. Dort sind nach Angaben der Sustainable Eel Group, einer europaweiten Organisation zur Erforschung und Erhaltung des Aals, in den letzten Wochen Glasaale zu Hunderten Millionen angekommen. Es sind die größten hier registrierten Vorkommen seit 10 Jahren.

Hamburg. Werner Kuhn (CDU/EVP), Mitglied im Fischereiausschuss des  Europäischen Parlaments, wendet sich massiv gegen Vorschläge, die ein vollständiges Fang- und Handelsverbot des europäischen Aals innerhalb des europäischen Binnenmarktes zur Folge haben. Das erklärte der Parlamentarier aus Mecklenburg-Vorpommern am 25. April 2013 auf der Internationalen Aal-Konferenz des Deutschen Fischerei-Verbandes in Hamburg. Dabei bezieht er sich auf  den Berichtsentwurf der schwedischen Grünen-Abgeordneten im Europäischen Parlament, Isabella Lövin, vom März dieses Jahres, der bei Fischern, Verbänden und in der Fischwirtschaft für Aufregung gesorgt hatte. "Die Forderungen nach einem möglichen Verbot der Aal-Fischerei gehen eindeutig zu weit und gefährden die Existenz der Aalfischer ", hatte Kuhn bereits im Fischereiausschuss  betont.

Ziel seien Maßnahmen zur Wiederauffüllung des Bestands des europäischen Aals, hebt Kuhn hervor und verweist auf ein umfangreiches Pilotprojekt im Einzugsbereich der Elbe, das bereits vor 2010 mit wissenschaftlicher Begleitung des Instituts für Binnenfischerei Potsdam-Sacrow gestartet ist. Seit 2006 haben allein Brandenburger Fischer ungefähr 20 Millionen Aale in der Havel ausgesetzt.  Seit März 2009 ist der Schutz des Aals in der Europäischen Artenschutz Verordnung (338/97) festgeschrieben. Für den Aalhandel bedeutet das, dass bis 2013 immerhin 60 Prozent der an den europäischen Küsten angelandeten Glasaale (Jungtiere) ausschließlich für Besatzzwecke zur Verfügung stehen müssen. Diese werden in Fließgewässern ausgesetzt, wo sie weiter heranwachsen können. Weiterhin werden alle Fischereibetriebe registriert, die gewerblichen Aalfang betreiben. Alle Handelswege müssen zur Nachverfolgbarkeit genauestens protokolliert werden (Aufzeichnungs- und Buchführungspflicht).

In Mecklenburg-Vorpommern werden 80 Prozent der  Kosten für die Jungfische vom Land getragen. Von 2009 bis 2012 wurden in MV 2,25 Millionen Euro für den Aalbesatz und 1,77 Millionen Euro für das Aalmanagement aus Landesmitteln sowie dem Europäischen Fischereifonds gezahlt. "Mecklenburg-Vorpommern hat sich entschieden, den Höchstsatz  für die Kofinanzierung  auszugeben", betont Kuhn. In Niedersachsen beträgt die Höhe der Aal-Förderung bis zu 60 Prozent der Nettokosten.

75 Prozent der Glasaale, die von Menschen gefangen werden und für die Aufzucht von Jungfischen eingesetzt werden, kommen aus dem Golf von Biskaya. Dort sind nach Angaben der Sustainable Eel Group, einer europaweiten Organisation zur Erforschung und Erhaltung des Aals, in den letzten Wochen Glasaale zu Hunderten Millionen angekommen. Es sind die größten hier registrierten Vorkommen seit 10 Jahren.

 


© 2010 - 2018 - Kontakt · Impressum · Datenschutz