Werner Kuhn - Europaabgeordneter - EVP - Fraktion

Werner Kuhn: ADAC verbreitet mit unkorrekten Fakten Panik
27.06.2013

Straßburg Panikmache wirft Mecklenburg-Vorpommerns Europaabgeordneter Werner Kuhn (CDU) dem mit 18,6 Millionen Mitgliedern größten deutschen Automobilclub ADAC e.V. vor, der am 27.6.2013 behauptete, das EU-Parlament stimme in der kommenden Woche über "Abzockpläne für deutsche Autofahrer" ab. Kuhn: "Der Verein - dem über die ADAC Beteiligungs- und Wirtschaftsdienst GmbH nahezu 20 Wirtschaftsunternehmen mit einem Jahresumsatz von ungefähr einer Milliarde Euro gehören - behauptet, das Parlament wolle mit erheblichen Zusatzkosten für die Autofahrer eine veraltete Endrohrmessung einführen, deren Daten bereits durch die so genannte On-Board-Diagnostik (OBD-System) erhoben würden. Das ist unwahr."

Kuhn führt aus: "Zum einen sind nach Angaben des ADAC in Deutschland nur 19.812.435 seit 2006 zugelassene Kfz mit dem OBD-System ausgestattet - das ist die Hälfte der in Deutschland zugelassenen Fahrzeugflotte. Zum anderen ist durch mehrere renommierte Studien, darunter auch des Umweltbundesamtes, zweifelsfrei bewiesen, dass durch das OBD-System nur 25 Prozent, durch die Endrohrmessung jedoch 75 Prozent der Störfälle erfasst werden. Deshalb plädieren die Experten für eine Kombination beider Systeme." Für den Verbraucher entstünden keine Mehrkosten.

Zu den Stickstoffdioxidmessungen hebt Kuhn hervor: "Der aktuelle Bericht des Umweltbundesamtes zur Luftqualität kommt zu dem erschreckenden Ergebnis, dass es – obwohl Umweltzonen für die innerstädtischen Bereiche bereits schadstoffrelevante ältere Fahrzeuge ausschließen - regelmäßig zu Überschreitungen der zulässigen Schadstoffgrenzwerte kommt und auch keine Verbesserung zu den Vorjahren erreicht wird. Will man die Luftqualität insbesondere in den städtischen Gebieten verbessern und die von der EU vorgegeben Ziele zur Luftqualität erreichen, muss sichergestellt werden, dass die Abgasreinigungssysteme von Kraftfahrzeugen auch ein Fahrzeugleben lang funktionieren."

Am 1.7.2013 stehen Bericht, Aussprache und Abstimmung über die regelmäßige technische Überwachung von Kraftfahrzeugen in den 27 EU-Mitgliedsländern auf der Tagesordnung des Europaparlaments. Werner Kuhn, Mitglied im Verkehrsausschuss, erstattet den Bericht im Plenum. "Uns geht es um mehr Sicherheit im gemeinsamen europäischen Verkehrsraum," betont Kuhn. Darum müssen für alle Mitglieder gleiche Regeln gelten.


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